Unter dem Motto „Offline ist der neue Luxus“ ruft die diesjährige Aktion Verzicht in der Fastenzeit zu bewussten Pausen vom digitalen Alltag auf. Von Aschermittwoch, 18. Februar, bis Karsamstag, 4. April, wird die Bevölkerung eingeladen, den eigenen Smartphone-Gebrauch und damit das Gleichgewicht zwischen Online- und Offline-Welt zu reflektieren. Federführend sind das Forum Prävention, die Caritas, der Katholische Familienverband und die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) und netz -offene Jugendarbeit. Ihnen angeschlossen haben sich im Laufe der Zeit über 40 öffentliche und private Einrichtungen, Institutionen und Vereine. Von Anfang an unterstützt hat die Aktion der Südtiroler Sanitätsbetrieb sowie der deutsche, italienische und ladinische Bildungsressort.
Die „Aktion Verzicht“ ist 2005 mit dem Ziel gestartet, während der Fastenzeit nicht nur auf Genussmittel zu verzichten, sondern auch Haltungen und Einstellungen zu hinterfragen. Auch das diesjährige Motto „Offline ist der neue Luxus“ versteht sich als kritische Auseinandersetzung mit der Smartphonenutzung und mit den digitalen Medien. Die Aktion möchte zu einem bewussten und ausgewogenen Umgang anregen. „Studien zeigen, dass eine dauerhafte Reizüberflutung z.B. durch Social Media, körperlichen und psychischen Stress erhöht. Umso wichtiger sind ausreichende Erholungsphasen und eine gute Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Deshalb möchten wir den Blick bewusst auf das richten, was nur offline erlebbar ist und auch den Wert dieser Erfahrung erkennen und schätzen“, erklärt Peter Koler vom Forum Prävention.
Die zur heurigen Aktion passenden Plakate, Lesezeichen und Türhänger sollen während der Fastenzeit daran erinnern, wie wichtig Zeit abseits vom Bildschirm insbesondere für Gesundheit und Wohlbefinden ist. Neurowissenschaftliche Studien belegen: Smartphones und Social Media lösen zwar kleine Dopaminschübe aus, fördern aber keine nachhaltige Zufriedenheit. Echte Erfüllung entsteht durch die Ausschüttung von Serotonin, Endorphinen und Oxytocin – etwas durch Bewegung, echte soziale Nähe, Kreativität oder Naturerlebnisse.
Um viele Organisationen und Menschen zum Nachdenken und Mitmachen bei der Aktion Verzicht 2026 anzuregen, wird auch auf Social Media darauf aufmerksam gemacht und es werden verschiedene analoge Mitmach-Aktionen während der Fastenzeit angeboten. Außerdem wurde eine Liste mit 100 Anregungen und Ideen erstellt, die zum Selbertun animieren sollen. Die Liste sowie weitere Infos über die Aktion finden sich unter www.aktion-verzicht.it.